European Masters Marathon in Thun (CH)

Für Bastian und Sarah gab es nach dem Rennen in Salzburg nur eine kurze Erholungspause, denn nur eine Woche später ging es nach Thun in die Schweiz zur Europameisterschaft im Marathon der Masters.

Etwas ungewöhnlich für Schweizer Verhältnisse war die Strecke, ein 3,6 km langes Oval auf einem Militärgelände. Die Runde musste 12-mal gefahren werden, um auf die 42 km Marathondistanz zu kommen.

Bei bestem Wetter ging es für die Damen und Herren mit kurzem zeitlichen Abstand auf die Strecke. Mit hohem Tempo und drei parallelen Zügen kam bei den Herren zu Beginn fast schon Berlin-Feeling auf. Das erforderte volle Konzentration, da es mehrfach Stürze im Feld gab. Bastian gelang es diese Phase sturzfrei zu überstehen, verlor auf Grund des hohen Tempos jedoch den Anschluss an die Spitze. In seiner neuen Gruppe zeigte sich dann ein anderes Bild: Es wurde viel taktiert und keiner wollte so richtig die Führungsarbeit übernehmen, sodass das Tempo teilweise sogar fast ganz zum Erliegen kam. Was zunächst nach einem eher langsamen Rennen klingt, täuscht. Dass das Tempo zwischendurch wieder ordentlich hochgezogen wurde, zeigt die Uhr: Nach knapp 1:15 h kam Bastian ins Ziel. „Der Zielsprint war lang, aber ich war in meiner Gruppe vorne mit dabei.“, zeigte sich Bastian nach dem Rennen zufrieden mit dem 5. Platz in der AK30 (30-34 Jahre).

Bei den Damen war das Tempo von Beginn an nicht ganz so hoch und obwohl größere Attacken und Ausreißversuche ausblieben, war erhöhte Aufmerksamkeit gefordert. Es gab immer wieder Gerangel um die besten Positionen im Windschatten. Auch hier wollte niemand das Feld anführen, sodass das Tempo immer wieder recht langsam wurde. Sarah gelang es bis zum Schluss, die darauf folgenden Tempovorstöße mitzugehen und so kam es am Ende auf den Zielsprint der knapp 20 Sportlerinnen in der Damen-Spitzengruppe an. Obwohl sie sich zu Beginn des Sprints eher am hinteren Ende der Gruppe befand, konnte sie noch ein paar Plätze gutmachen und gewann in der AK35 (35-39 Jahre) die Silbermedaille.